Ab dem 1. 1. 2026 können Sie bei HiSeeds gekaufte Cannabissamen auch legal anbauen. Damit Sie jedoch nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten, müssen Sie sich an einige Regeln halten. Wir verraten Ihnen, wie Sie Cannabis mit hohem THC-Gehalt legal anbauen.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und fordert niemanden dazu auf, Gesetze zu brechen oder berauschende Substanzen zu konsumieren. Wir sind keine Juristen und leisten keine Rechtsberatung. Prüfen Sie vor jedem Handeln den gültigen und aktuellen Wortlaut der Vorschriften im offiziellen Gesetzblatt oder konsultieren Sie einen Rechtsanwalt. Eine endgültige Auslegung der Rechtsvorschriften können nur die zuständigen Behörden und Gerichte vornehmen. Links zum offiziellen Wortlaut (wirksam ab dem 1. 1. 2026):
Wer und wo Cannabis legal anbauen darf
Die erste Bedingung, die jeder angehende Anbauer erfüllen muss, ist die Altersgrenze. Jeder, der Cannabis mit einem THC-Gehalt über 1 % legal anbauen, ernten und besitzen möchte, muss das Alter von 21 Jahren erreicht haben. Sie können die Pflanzen bei sich zu Hause unter künstlicher Beleuchtung oder auch im Garten anpflanzen, aber denken Sie daran, dass Sie mit Ihrem Handeln die Umgebung nicht belästigen dürfen. Beim Indoor-Anbau ist daher ein Geruchsfilter unerlässlich, und wenn Sie den Anbau im Freien planen, ist es besser, sich zunächst mit den Nachbarn „abzusprechen“.
Wie viele Pflanzen ich anbauen kann und welche Menge Cannabis ich ernten darf
Maximal können Sie drei Cannabispflanzen mit einem THC-Gehalt über 1 % anbauen, wobei Sie von ihnen höchstens 100 g verarbeitetes Cannabis ernten dürfen, womit getrocknete Blütenstände (Buds) gemeint sind. Die Gesetze gehen davon aus, dass frisch geerntetes und unbearbeitetes Cannabis mehr wiegen wird als das Endprodukt. Das Trocknen, Trimmen und weitere Verarbeiten ganzer Pflanzen ist auch dann erlaubt, wenn sie mehr als 100 g wiegen. Es ist jedoch zu beachten, dass Ihnen am Ende des Prozesses höchstens 100 g Trockensubstanz bleiben sollten.
Der Besitz von mehr als 100 g Trockensubstanz (in einer Wohnung) wird als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldstrafe von bis zu 50 000 Kč geahndet, sofern die Menge 200 g nicht überschreitet. Beim Besitz von mehr als 200 g in einer Wohnung handelt es sich um eine Straftat, die je nach Schwere des Vergehens bestraft wird. Die Grenze der Pflanzenanzahl für eine Ordnungswidrigkeit wurde auf fünf festgelegt.
Wie man mit Cannabis umgeht
Obwohl es ab Januar 2026 zu einer gewissen Lockerung der Gesetze kommt, bedeutet das nicht, dass man sich beim Umgang mit Cannabis nicht doch mit dem Gesetz in Konflikt bringen kann. Zunächst sei daran erinnert, dass die Grenze für den Besitz von Cannabis außerhalb der Wohnung deutlich niedriger festgelegt wurde, und zwar auf 25 g. Bei Überschreitung von 50 g wird aus der Ordnungswidrigkeit eine Straftat. Verboten bleibt auch der Konsum in der Öffentlichkeit, der mindestens mit einer Geldstrafe geahndet wird.
Ein weiterer wichtiger Fakt ist, dass die Weitergabe (auch unentgeltlich) oder sonstige Weitergabe von Cannabis eine Straftat bleibt. Die eigene Ernte dürfen Sie daher leider nicht mit Freunden teilen. Heikel ist auch die Herstellung von Extrakten, Haschisch oder anderen aus Cannabis gewonnenen Produkten. Die Gesetze unterscheiden nämlich zwischen Verarbeitung und Herstellung, wobei Letztere ausdrücklich verboten ist. Als Verarbeitung kann das Trocknen und Beschneiden der Blüten angesehen werden, aber es hängt von der Auslegung der staatlichen Behörden ab, ob sie beispielsweise das Abschütteln von Harz als Herstellung betrachten werden. Komplexere technologische Verfahren (Extraktion mit Lösungsmitteln, BHO, Rosin) sind ohne entsprechende Lizenz verboten.
Weitere nützliche Tipps für Anbauer und Neuigkeiten aus der Welt des Cannabis finden Sie auf dem HiSeeds-Blog.
